Downgrading USA 2011: die Auswirkungen

Gastbeitrag der Sky Finanz AG

Die Herabstufung erfolgte, weil US-Administration zwar neue Schulden aufnehmen musste, jedoch keine Maßnahmen zur Beilegung der US-Konjunktur und keine Berichte für Einsparungen vorlegen konnte. Diese Aufgabe wurde einer „Super-Commission“ übertragen, die bis zum 24.11.2011, Thanksgiving, eine Streichliste für Einsparungen verfassen soll. Schon jetzt wächst die US-Wirtschaft kaum noch und die Zahl der Arbeitslosen wird nach Einschätzung vieler Analysten weiter steigen. Einige Unternehmen aus dem Rüstungsbereich, beispielsweise Lockheed, hatten Entlassungen bereits angekündigt. Downgrading USA 2011: die Auswirkungen weiterlesen

Downgrading USA 2011: Rating AA+

Gastbeitrag der Sky Finanz AG

„Das Szenario deutete sich bereits an. Zuletzt sprach alles dafür. Finanzen-Weltweit.de berichtete. Jetzt ist es Fakt“, rekapituliert Carsten D. Eilers, Vorstand SKY FINANZ AG. Die Vereinigten Staaten verlieren erstmals ihr Top-Rating „AAA“ als einer der zuverlässigsten Schuldner der Welt und werden in Zukunft höhere Zinsen für das geliehene Kapital zahlen müssen. Analysten gehen davon aus, dass als Folge der Abwertung die USA etwa 100 Milliarden USD pro Jahr zusätzlich aufwenden müssen, um den Schuldendienst zu bedienen. Eine der 3 großen Rating-Agenturen, Standard & Poor’s (S&P), hatte am Freitag, 05.08.2011, nach Börsenschluss der New York Stock Exchange (NYSE) die Herabstufungsentscheidung auf AA+ ausgesprochen und begründet. Solange die Vereinigten Staaten ihre Schuldenproblematik nicht in den Griff bekommen, sei die Bestnote AAA für die Bonität sowie Kreditwürdigkeit der umlaufenden Staatsanleihen des Landes nicht länger angemessen. Überdies könnte auch das langfristige Rating innerhalb der kommenden 2 Jahre auf AA herabgestuft werden. Es geht um die Beurteilung der Rückzahlungswahrscheinlichkeit von Krediten (Anleihen) und um die Kreditwürdigkeit der USA im internationalen Zahlungsverkehr. Das aktuelle Rating 2011 für die USA: Downgrading USA 2011: Rating AA+ weiterlesen

Mamma Mia Money Markets! : Italia 2011

Gastartikel von Sandro Valecchi

Der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, hatte den italienischen Finanzminister, Giulio Tremonti, in Luxemburg zum Gesprächsaustausch empfangen und sich aus erster Hand über den Zustand der gesamtwirtschaftlichen Situation Italiens unterrichten lassen. Die hohe Verschuldung Italiens sorgt für fortgesetzte Spekulationen an den internationalen Finanzmärkten.

Unter dem Druck dieser Finanzspekulationen berichtete der italienische Regierungschef, Silvio Berlusconi, der Abgeordnetenkammer in Rom über seine Pläne zur Bewältigung der Krise, die sich auf die Gesamtökonomie des Landes auswirken kann. CNN International (Cable News Network Turner Broadcasting) berichtete in einer international ausgestrahlten Life-Übertragung die Absicht der italienischen Regierung zur Beruhigung der Märkte (“to make markets feel secure“). Der italienische Ministerpräsident versicherte die Stresstest-Tauglichkeit der Banken in Italien (“able to deal with stress tests“) und bezog sich auf die gute Kapitalausstattung (“Italian Banks currently well capitalised“). Mit einem Appell an seine Landsleute zum Zusammenhalt gegen die Schuldenkrise, die ihre Initialzündung in der Spekulation auf CDS und Anleihen haben, stellte Berlusconi eine Vorverlegung der schärfsten Einsparungen in Aussicht, die sein milliardenschweres Sparpaket bis 2014 vorsieht. Die strengsten Sparmaßnahmen in der öffentlichen Verwaltung, im Pension- und Gesundheitswesen, die der Premier ursprünglich auf das Jahr 2013 verschoben hatte, könnten bereits auf 2012 vorverlegt werden, verlautbarte es aus Rom. Mamma Mia Money Markets! : Italia 2011 weiterlesen

Last minute deal – Probleme vertagt: US-Präsident Obama

Gastartikel von Sandro Valecchi

„Framework for action“ – ein Rahmenplan zum Handeln soll jetzt im Sinne einer kleinen Lösung die Zahlungsfähigkeit der größten Volkswirtschaft über den 02. August 2011 hinaus retten. Die internationalen Medienagenturen vermelden “last-minute deal reached to end U.S. debt impasse“, aber weder Freude noch Erleichterung kann hierbei aufkommen. Die Lage der US-Ökonomie ist überaus kritisch und das wird sie auch weiterhin bleiben. US-Präsident Barack Obama und seine Administration bringt es auf den Punkt: „Ist das der Deal, den ich bevorzugt hätte?“, fragte Obama und schob die korrekte Antwort nach: „Nein.“ Last minute deal – Probleme vertagt: US-Präsident Obama weiterlesen

Der Visionär in der Schuldenfalle: US-Präsident Obama

Gastartikel von Sandro Valecchi

Um eine Zahlungsunfähigkeit der größten Volkswirtschaft am 02. August 2011 zu vermeiden bleibt US-Präsident Barack Obama und seiner Administration nunmehr objektiv keine andere Handlungsoption. Der US-Präsident muss bis zum kommenden Dienstag, 02. August 2011, mit einem Präsidialerlass die Schuldenobergrenze, die gesetzlich fixiert bei 14,3 Billionen USD liegt, anheben, damit ein totaler Zahlungsausfall der USA abgewendet werden kann. Mit einem solchen Präsidialerlass hätte er den US-Kongress und damit ein Verfassungsorgan umgangen. Der US-Präsident braucht jedoch die Zustimmung des US-Kongresses zur Anhebung der gesetzlich bestimmten Obergrenze für Staatsschulden. Der Amtseid, der jeden US-Präsidenten bei der Amtseinführung (Inauguration) verpflichtet, lautet: I do solemnly swear that I will faithfully execute the office of President of the United States and will, to the best of my ability, preserve, protect and defend the Constitution of the United States. Der Visionär in der Schuldenfalle: US-Präsident Obama weiterlesen

Ernstfall-Simulation für Banken: Hartes Kernkapital

Gastbeitrag der Sky Finanz AG

Eine Durchfallquote von rund 10 % und eine ernüchternde Bilanz! Getestet wurden insgesamt 90 Banken und Kreditinstitute aus ganz Europa. 8 europäische Banken versagten unmittelbar beim Stresstest der EU- Branchenaufsicht EBA. Ein deutsches Kreditinstitut entzog sich der Prüfung, weil es die im Test geforderten Bedingungen nicht erfüllen konnte. 16 weitere Banken strauchelten und bestanden den Test nur sehr knapp, darunter auch zwei deutsche Institute.

„Sinn und Zweck war eine Ernstfall-Simulation, um einen Überblick darüber zu bekommen, wie belastbar die Banken und Kreditinstitute im Fall einer erneuten, massiven Erschütterung des weltweiten Finanzsystems sind“, berichtet Carsten D. Eilers, Vorstand der SKY FINANZ AG. Im Zentrum des Stresstests dreht sich alles um die sog. Kernkapitalquote. 5 % sog. „hartes Kernkapital“ wird von der EBA als Untergrenze von den Banken abgefordert, um Stressresistenz zu generieren. Die Berechnung hierfür erfolgt dadurch, indem das Kernkapital (unmittelbar haftendes Eigenkapital) durch die Summe der Risikoposten (Kredite und Wertpapiere) geteilt wird. Ernstfall-Simulation für Banken: Hartes Kernkapital weiterlesen

US-Schuldenkrise: Impeachment „To be, or not to be, that is the question“

Gastartikel von Sandro Valecchi

„Niemand kann mit Sicherheit sagen, dass ein Zahlungsausfall der USA keine Katastrophe auslösen würde“, warnte der Vorstandschef des zweitgrößten US-Geldhauses JP Morgan Chase, Dimon, unmittelbar nach der Verkündung der jüngsten Quartalszahlen der Bank. In einem Brandbrief drängten 470 hochrangige Führungskräfte aus der Wirtschaft und Industrie zum Handeln.

Für die Finanzanalysten steht fest: Eine Einigung muss bis 22. Juli spätestens zustande gekommen sein, damit das Zeitfenster zur Verabschiedung des Gesetzes bis zum 2. August ausreicht und eine Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung vermieden werden kann. Sollte es bis zum 2. August keine Einigung über eine Erhöhung der Schuldenobergrenze von derzeit 14,3 Billionen USD geben, seien die Zahlungen für Millionen Rentner, Veteranen und Sozialhilfeempfänger in Gefahr. „Wenn wir keine Lösung finden, kann ich nicht garantieren, dass diese Schecks am 3. August rausgehen. Es könnte sein, dass einfach kein Geld dafür in den Kassen ist“, sagte Obama dem TV-Sender CBS. US-Schuldenkrise: Impeachment „To be, or not to be, that is the question“ weiterlesen

Kreditderivate versus Euro-Stabilität

Gastbeitrag der Sky Finanz AG

„Keine Wetten mehr auf Kosten der Euro-Stabilität! Es ist dieselbe Problematik (Kreditderivate) der vergangen Jahre: US-Hedge-Fonds wetten offenbar auf eine Ausweitung der Schuldenkrise und spekulieren mit größeren Summen auf einen Wertverfall europäischer Staatsanleihen“, berichtet Carsten D. Eilers, Vorstand der SKY FINANZ AG. Diesmal im Visier: Italien und italienische Anleihen.

„Es geht um sogenannte Leerverkäufer („Short-Seller“), die auf Kursrückgänge bei Anleihen setzen. Es gibt Spekulanten, die beispielsweise gezielt mit CDS (Kreditausfallversicherungen) auf Staatsbankrotte wetten, obwohl sie oft gar keine Anleihen besitzen, die sie versichern müssten. Je höher die CDS-Werte für Kredite und Schuldpapiere eines Instituts ausfallen, desto größer schätzt der Markt das Pleiterisiko ein“, erklärt Carsten D. Eilers. „Kommt ein Mitgliedstaat der Euro-Zone ins Gerede, können die Verluste sogar noch verstärkt werden durch die Signale vom CDS-Markt, was sich in den letzten Monaten bedauerlicherweise mehrfach herausgestellt hat. Für diese Kreditderivate müssen die Spekulanten jedoch nur einen kleinen Teil der verwetteten Summe als Sicherheit hinterlegen. Die Wirkung hingegen ist fatal. Kreditderivate lösten zuletzt im Fall Griechenland den größten Anleihekursverlust in der Euro-Zone aus, was zu größerer Risikoscheu und weniger Nachfrage nach Anleihen führen musste“, sagt der Chef von SKY FINANZ AG. Die Aufsichtsbehörde Consob verbietet nun Leerverkaufspositionen in italienischen Finanztiteln. Entsprechende Positionen müssen offen gelegt und den Behörden gemeldet werden. „Nackte Leerverkäufe“ sind nicht mehr möglich. Kreditderivate versus Euro-Stabilität weiterlesen

EU bittet Italien zum Gespräch

Gastartikel von Sandro Valecchi
„Es handelt sich heute um das regelmäßige Treffen der beiden Präsidenten zu Wochenbeginn, bei dem sie die Themen der Woche koordinieren“, teilen EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Währungskommissar Olli Rehn mit, nachdem US-Hedge-Fonds offenbar auf eine Ausweitung der Schuldenkrise spekulieren und größere Summen auf einen Wertverfall italienischer Staatsanleihen verwetteten. Die Institutionalisierung einer Europäischen Rating-Agentur ist ein notwendiger Schritt zur Konsolidierung der Finanzmärkte in der Euro-Wirtschaftszone. Eine „grundlegende Lösung“ von der Politik forderte bereits Prof. Dr. Peter Bofinger, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Politiker in Europa wollen dies ebenfalls. EU-Justizkommissarin Viviane Reding will die drei großen Ratingagenturen notfalls zerschlagen: „Europa darf sich nicht kaputt machen lassen.“ Für Bundesminister der Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble, steht fest: „Wir müssen den Einfluss der Rating-Agenturen begrenzen.“ EU bittet Italien zum Gespräch weiterlesen

Italien bittet Ratingagentur zum Gespräch

Gastartikel von Sandro Valecchi
Die italienische Börsenaufsicht hatte die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) zum Gespräch gebeten und im Rahmen einer Befragung um Auskunft ersucht, wie es um die Faktenlage um eine von S&P zuvor dargebotene Analyse des italienischen Sparpaketes bestellt ist. „Wissen oder Vermutung, jetzt müssen die Fakten auf den Tisch“, konstatiert Sandro Valecchi vom Team SKY FINANZ AG. „S&P ist offenkundig weit über das Ziel hinausgeschossen, weil es sich übereilt zu einer Bewertung hat hinreißen lassen, ohne die Fakten zu prüfen oder zu kennen.“ In einer zweistündigen Befragung durch die Börsenaufsicht Consob musste S&P um Antworten ringen. Pikant: Zahlreiche Details des Sparplans sind noch unter Verschluss. Allerdings sollen noch – ganz Gentlemenlike – Unterlagen von S&P nachgereicht werden, so zumindest die Ankündigung von S&P. Italien bittet Ratingagentur zum Gespräch weiterlesen