Ab November führt Postbank chipTAN-Verfahren ein

Ab dem 16. November wird die Postbank das chipTAN-Verfahren anbieten. Durch diese optische Übertragung steht nun dem Kunden ein neuer Weg beim Online-Banking offen. Das Funktionsprinzip hinter chipTAN ist ein Flickersignal vom Bildschirm, das die Daten dadurch in den TAN-Generator überträgt. Das Verfahren wird schon bei den Sparkassen und Volksbanken eingesetzt. Die Postbank reagiert mit dem neuen Verfahren auf zunehmende Fälle, bei denen Betrüger iTANs der Kunden abgefangen haben, um so sich selbst Geld zu überweisen.

Kosten sollen die Geräte, von denen die Postbank zwei Varianten anbieten wird, 15 Euro. Neben dem chipTAN-Verfahren gibt es natürlich auch weiterhin das mTAN-Verfahren, bei dem man die TAN per SMS zusenden lassen kann. Das bisherige iTAN-Verfahren mit Papierliste soll bei der Postbank spätestens ab Mitte 2011 nicht mehr eingesetzt werden.

Quelle: c’t 23 vom 25.10.2011

Große Spendenaktion von US-Milliardäre

Warren Buffett und Microsoftgründer Bill Gates haben das Projekt Giving Pledge ins Leben gerufen und versuchen nun Reiche dazu bewegen, ein großer Teil ihres Vermögen zu spenden. Laut golem.de sollen den Anfang schon 40 Milliardäre gemacht haben.

Die beiden Initiatoren des Projekts gehen übrigens mit guten Beispiel voran und wollen rund 95 Prozent ihres Vermögen spenden. Die ersten 40 Milliardäre die sich bisher gemeldet haben, sind bereit zu Lebzeiten oder nach ihrem Tod mindestens 50 Prozent ihres Vermögens zu spenden. Darunter befinden sich Supereiche wie der Microsoft Mitbegründer Paul Allen, der Oracle-Gründer Larry Allison, eBay-Gründer Pierre Omidyar und Star-Wars-Schöpfer George Lucas sowie der Medienunternehmer und New-Yorker-Bürgermeister Michael Bloomberg. Eine Vollständige Liste findet sich unter givingpledge.org

Kommentiert Peer Steinbrück

Per E-Mail wurde ich vor ein paar Tagen informiert, dass es etwas neues auf der Website des Bundesministerium für Finanzen gibt. Nun kann man nämlich per Leserbrief die aktuellen Positionen von Bundesfinanzminister Steinbrück kommentieren.

Wer zum Beispiel nicht die gleiche Meinung wie unserer Bundesfinanzminister in Sachen Managergehälter hat, der diese nämlich unter der Überschrift „Die haben den Knall nicht gehört!“ kritisiert, der kann dies ganz offen per Leserbrief kund tun.

Das ganze nennt sich Klartext und findet sich unter: www.bundesfinanzministerium.de/Klartext

Goldautomaten erobern Deutschland

Es gibt Zigarettenautomaten, Kaugummiautomaten, Geldautomaten, Kondomautomaten und WasWeißIchNichtAutomaten. Nun kann die Automatenliste mit dem Goldautomaten erweitert werden. Für 31 Euro kann man sich nun ein Gramm Edelmetall beispielsweise in Frankfurt ziehen.

Der Goldautomat sieht aus wie eine Mischung aus überdimensioniertem Goldbarren und Telefonzelle. Darauf prangt in roten Buchstaben „GOLD to go“. Füttert man das Gerät mit 31 Euro in bar oder mit Karte, spuckt es ein kleines, metallenes Kästchen aus, darin ruht auf Styropor gebettet ein Minigoldbarren: ein Gramm 999-Feingold. Mit dabei ist ein Zertifikat, das die Echtheit des Metalls garantiert.

Aufgestellt wurde der Goldautomat im Auftrag von Thomas Geissler, Geschäftsführer von TG-Gold-Super-Markt, einem Online-Versandhandel für Gold mit Sitz im schwäbischen Reutlingen.
Mit dem Goldautomaten möchte das Unternehmen weiterhin an der boomenden Gold-Nachfrage profitieren. Kein Wunder, gilt Gold doch als „sichere Anlageform“.

Doch als richtige Anlageform sind die kleinen Goldbarren aus dem Automaten nicht gedacht. Dieser Tatsache ist sich auch Geissler bewusst, der die Automaten als Marketingmaßnahme sieht. „Wer ernsthaft in Gold investieren möchte, der kauft nicht solch kleine Mengen. Eine Anlage in physischem Gold macht ab etwa 250 Gramm Sinn. Ein Gramm Gold ist keine Anlage, sondern eine Geschenkidee.“

Quelle: sueddeutsche

Wer profitiert vom Konjunkturpaket 2?

bundesfinanzministeriumSchwere Zeiten erfordern eine starke Förderung. Diese Förderung soll das im April beschlossene Zukunftsinvestitionsgesetz sicherstellen, das gleichzeitig ein Teil des Konjunkturpakets 2 ist. Insgesamt stellt der Bund und die Länder 13,3 Milliarden Euro bereit, um in die Städte und Kommunen zu investieren und so einen Aufschwung zu erreichen. Doch wer genau profitiert von diesem Geld? Wie wird es investiert? Pauschal kann man hier nicht antworten, da jedes Bundesland selbst entscheiden kann, was gefördert wird.

Damit man einen kleinen Einblick erhält, wo überall das Geld eingesetzt werden könnte, wurde auf der Seite des Bundesfinanzministerium eine kleine Flash-Animation veröffentlicht. In einer virtuellen Stadt erfährt man, wie die Kommunen konkret gestärkt werden. Von der kommunalen Infrastruktur, über regenerative Energiegewinnung bis hin zur Forschung und Bildung erstrecken sich die zu fördernden Bereiche.

Sollte man weitere Fragen zum Konjunkturpaket 2 oder dem Zukunftsinvestitionsgesetz haben, kann man diese jederzeit beim Bundesfinanzministerium stellen.

Freddie Mac-Manager David Kellermann tot

Die US-Hypothekenbank Freddie Mac muss einen weiteren Verlust hinnehmen. Ihr Finanzchef David Kellermann wurde am Mittwoch tot in seinem Haus aufgefunden. Die Polizei fand keine Hinweise auf ein Verbrechen und geht momentan von einem Selbstmord aus.

Die Nachricht von Kellermanns Tod sorgte zeitweise für einen Rückgang des Kurses um 9,3 Prozent.

Kellermann war seit September geschäftsführender Finanzchef von Freddie Mac, insgesamt hat er 16 Jahre bei der Hypothekenbank gearbeitet. Freddie Mac gilt als eines der Unternehmen, das die weltweite Finanzkrise maßgeblich mit verursacht haben. Die Hypothekenbank hat massenweise Kredite an Hauskäufer vergeben, die sich eigentlich gar keine Immobilie leisten können.

Bürgerdialog des Bundesfinanzministeriums gestartet

urlStatt die Informationstechnik immer wieder zu kritisieren und zu zensieren, nutzt die Bundesrepublik Deutschland endlich weiter die Vorzüge des Internets (andere Länder sind in diesem Bereich schon viel weiter). Am 9. März startete das Dialogportal www.fuer-alle-da.de auf dem die Bürgerinnen und Bürgern ihre Fragen zur Wirtschaftskrise und anderen finanzpolitischen Themen stellen können. Diese Fragen werden dann durch die Experten im Bürgerreferat verständlich und zuverlässig per E-Mail beantwortet.

Ob wirklich alle Fragen beantwortet werden, kann ich persönlich hier nicht sagen. Aber wer will, kann das Ganze gerne ausprobieren und hier ein Statement dazu abgeben.

Als Grund für dieses Projekt wird genannt, dass das Bundesministerium der Finanzen (BMF) damit auf „den wachsenden finanzpolitischen Informationsbedarf der Bürgerinnen und Bürger in Zeiten der Wirtschaftskrise, aber auch darüber hinaus“ antworten möchte.

Wirklich rege genutzt wird die Seite anscheinend noch nicht, wie man an den bis jetzt gestellten Fragen und den zugehörigen Antworten sieht.

Persönlich finde ich das Vorhaben aber sehr lobenswert. Immer wieder tauchen finanz(politische) Fragen auf, die so nicht einfach beantwortet werden können. Da ist es gut zu wissen, immer einen Experten an der Hand zu haben.