Notenbanken senken den Leitzins

Die Bank of England (BoE) kämpft weiter gegen die drohende Rezession und zieht nun deutlich die Notbremse. Sie senkte den Leitzins um ganze 150 Basispunkte von 4,5 Prozent auf 3,0 Prozent. Experten rechneten mit 0,5 bis maximal 0,75 Prozentpunkten und so sorgte die drastische Erhöhung heute für allgemeine Überraschung. Der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Notenbank (MPC) begründete nach zweitägigen Beratungen den deutlichen Zinsschritt vor allem mit den zurzeit herrschenden, schlechten Wirtschaftsprognosen und der Gefahr, dass das Inflationsziel von 2 Prozent unterschritten werden könnte. Erst Anfang Oktober hatte die BoE ihren Leitzins angesichts der Verschärfung der weltweiten Finanzkrise um 50 Basispunkte reduziert. Notenbanken senken den Leitzins weiterlesen

Let’s make MONEY – der neue Film von Erwin Wagenhofer

Dokus sind im kommen. Vor allem bei aktuellen Themen ist der Andrang groß. Man möchte ja verstehen warum das so läuft und nicht anders herum. So überrascht es nicht, dass Let’s make MONEY – der neue Film von Erwin Wagenhofer (We feed the World), schon jetzt Schlagzeilen schreibt, obwohl er erst am 30. Oktober im Kino erscheinen soll. Let’s make MONEY – der neue Film von Erwin Wagenhofer weiterlesen

Finanzkrise: G7 verabschieden Aktionsplan

Die sieben führenden Industrieländer G7 reagieren. Sie haben nun einen Aktionsplan verabschiedet, da die Lage „außergewöhnliche Maßnahmen verlange“.

Der Plan sei dabei ein Rahmen für individuelle aber auch gemeinsame Schritte, um die Märkte mit Liquidität zu versorgen, Finanzinstitute zu stärken und Sparer und Investoren zu schützen. Dies gab US-Finanzminister Paulson bekannt.

Washington Mutual bankrott- Finanzkrise weitet sich aus

Die USA befinden sich aktuell in der größten Bankenpleite in der Geschichte des Landes. Nun wurde nämlich auch noch die zweitgrößte Geschäftsbank des Landes, die durch die Immobilienkrise schwer angeschlagene Washington Mutual, geschlossen. Größte Teile übernimmt dabei die Bank JPMorgan Chase für 1,9 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro). Eingeschlossen sind dabei bei der Übernahme die beiden Banken der Washington-Mutual-Gruppe (WaMu), die Washington Mutual Bank und die Washington Mutual FSB.

Kunden der Bank müssen sich angeblich keine Sorgen machen. Der Übergang soll „nahtlos“ sein, sodass die Kunden es im besten Fall gar nicht merken, da die Geschäfte ganz normal weitergehen.

Für JPMorgan Chase ist die Übernahme ein wirkliches Schnäppchen. Gerade einmal 1,9 Milliarden Dollar werden für die gebeutelte Bank verlangt. Mit der Übernahme steigt JPMorgan zur größten Bank der USA gemessen an den Einlagen auf. Mit den 188 Milliarden Dollar der Washington Mutual sind es insgesamt mehr als 900 Milliarden Dollar.

KfW verschenkt Millionenbeträge

Die KfW hat durch eine angeblich „technische Panne“ 300 Millionen Euro an die Bank Lehman Brothers „verschenkt“. Verschenkt deshalb, da Lehman Brothers bekanntlich pleite ist und somit die vereinbarte Gegenzahlung nicht ausführen kann.

Das diese Panne nicht ohne Konsequenz bleiben kann, war klar. So wurde schnell reagiert und die ersten Köpfe sind schon gerollt. Die beiden Vorstände Detlef Leinberger und Peter Fleischer wurden vom Dienst suspendiert. Auch suspendiert wurde zudem der für Risikocontrolling verantwortliche Bereichsleiter bis zur Klärung des Vorfalls mit sofortiger Wirkung.

Zu guter Letzt wurde noch eine Anwaltskanzlei eingeschalten, die nun die Vorgänge prüfen soll.

Commerzbank übernimmt Dresdner Bank für 9,8 Milliarden Euro

Die Commerzbank übernimmt für 9,8 Milliarden Euro die angeschlagene Dresdner Bank. Die Übernahme wurde dabei mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Positiv wurde die Übernahme von Politik und Wirtschaft aufgenommen, die damit den Finanzplatz Deutschland gestärkt sehen. Negativ und mit Sorgen sind die Mitarbeiter der Banken gestimmt. Sie müssen nämlich nun um ihren Job fürchten. So sollen insgesamt rund 700 Filialen geschlossen werden und 9000 Mitarbeiter werden wohl ihren Job verlieren.

Einen ausführlichen Artikel rund um die Fusion mit Stimmen der Politiker und noch vielem mehr gibt es auf tagesschau.de

Mehr als zehn Millionen Dollar-Millionäre weltweit

Laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie der US-Investmentbank Merrill Lynch und des Finanzdienstleisters Capgemini klafft die Schere zwischen Armen und Reichen immer weiter auseinander, sie hat nämlich nun herausgefunden, dass es mehr als zehn Millionen Dollar-Millionäre weltweit nun gibt. Das Gesamtvermögen der mittlerweile 10,1 Millionen Millionäre beläuft sich auf 40.700 Milliarden Dollar (26.200 Milliarden Euro).

Begünstigt wurde dieser Millionäre-Wachstum vor allem durch die explodierenden Rohstoffpreise. So verwundert es kaum, dass am Stärksten die Zahl der Millionäre im Nahen Osten (+ 15,6 Prozent), in Osteuropa (+ 14,3 Prozent) und Lateinamerika (+ 12,2 Prozent) wuchs.

Bill Gates nicht mehr reichster Mann der Welt

Laut dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes führt Bill Gates wieder nicht die Liste der reichsten Männer der Welt an. Auf Platz eins mit 62 Milliarden (62.000.000.000) Dollar ist erstmals nun Warren Buffett. Und auch auf Platz zwei ist der Gründer und Ex-Chef von Microsoft nicht zufinden. Er rangiert mit seinen 58 Milliarden Dollar „lediglich“ auf Platz drei. Vor ihm befindet sich der Mexikaner Carlos Slim Helu mit 60 Milliarden Dollar.

Auch ein Deutscher hat es in die Top Ten der reichsten Männer der Welt geschafft. Es ist niemand anderes als Aldi-Gründer Karl Albrecht (Aldi-Süd).