Der Königsweg aus der Wirtschaftskrise

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05
Jun

Der Königsweg aus der Wirtschaftskrise

Der Königsweg aus der Wirtschaftskrise
Ich habe das Buch „Der Königsweg aus der Wirtschaftskrise“ von Hans-Diedrich Kreft nun schon seit einiger Zeit zugeschickt bekommen und möchte es nun hier an dieser Stelle vorstellen. Allein der Buchtitel verspricht schon einiges, ob das Buch aber wirklich den „Königsweg“ aus der Krise aufzeigt und ob es diesen „Königsweg“ überhaupt gibt, das bleibt abzuwarten.

Obwohl Kreft in seinem Buch einen „neuen, naturwissenschaftlichen fundierten Ansatz in allgemein verständlicher Sprache“ vorstellt, werden auf der ein oder anderen Seite schon mit komplexen Formeln umhergeworfen, die den einen oder anderen Leser etwas verschrecken könnten. Hinzufügend muss aber auch gesagt sein, dass Kreft nicht um diese Formeln herumkommt, um seinen Ansatz vollständig erklären zu können.

Ganz plump gesagt, ohne weiter auf die Details einzugehen, ist der „Königsweg aus der Wirtschaftskrise“ laut Hans-Diedrich Kreft Bildung. Dies klingt ehrlich gesagt nicht sonderlich originell, glaubt man doch schon längst, mit Bildung einige Dinge wieder zurecht rücken zu können (auch wenn dennoch nicht viel in Bildung investiert wird).
Doch Kreft konkretisiert das Thema Bildung, das ein zentraler Bestandteil seines neuen Ansatzes ist. So spricht er sich beispielsweise für eine komplette Renovierung des Bildungs- und Gehaltssystems aus. Er möchte die Bildungsleistung in den Marktwirtschaftskreislauf einbeziehen und glaubt, dass dadurch alle profitieren könnten. Der Profit wäre so groß, dass selbst Krisen wie die aktuelle Wirtschaftskrise durch dieses Modell bewältigt werden könnten.

Konkret besteht der Ansatz auf zwei Säule. Die erste Säule ist das Einkommen, wie man es jetzt auch schon kennt. Man geht arbeiten, stellt seine Arbeitskraft zu Verfügung und wird dafür entsprechend entlohnt. Der Kernpunkt im Buch „Der Königsweg aus der Wirtschaftskrise“ ist aber die zweite Säule, nämlich die Bildung. In Kreft’s Ansatz sollen auch die Bildungsleistenden, wie beispielsweise Schüler, Studenten oder Umschüler, entsprechend nach ihren Leistungen bezahlt werden. Dafür müsste das Geld umverteilt werden, mit Hilfe von verständlichen Beispielen zeigt Kreft: Das Geld wäre da!

Kreft möchte bei seinem Königsweg die soziale Marktwirtschaft zur fairen Marktwirtschaft weiterentwickeln. Er sieht in dieser Wirtschaftsform die Alternative zum Arbeitseinkommen, nämlich das schon angesprochene Bildungseinkommen. Menschen, die gerade nicht am Wirtschaftsprozess teilnehmen, steigern durch Bildung ihre Kenntnisse und Fähigkeiten und erhöhen so das allgemeine Bildungsniveau und werden für die Wirtschaft wieder interessant. Auch geht Kreft bei einem erhöhten Bildungsniveau von einem diversifizierten Nachfrageverhalten aus, was Angebot und Nachfrage wachsen lässt. Es soll nach Produkten nachgefragt werden, die heute noch uninteressant sind, da die breite Masse an Nachfragern fehlt. Durch die Bildungsmaßnahmen und Spezialisierungen soll diese Nachfrage dann aber in der fairen Marktwirtschaft aktiviert werden. Und das eine erhöhte Nachfrage zur Ankurbelung der Konjunktur führt, das wissen wir auch schon heute. Dies führt wiederum zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und das wirkt sich positiv auf das Einkommen der Gesellschaft aus.

Fazit:
Kreft’s Ansatz ist durchaus interessant und reizbar. Er wirbelt das aktuelle System aber dermaßen um, dass eine Realisierung in den kommenden Jahren kaum vorstellbar ist. Auch die Angst vor dem Neuen, spielen hier eine wichtige Rolle. Dieser Tatsache ist sich Kreft durchaus bewusst und setzt auf die heranwachsende Generation. So zitiert er am Ende seines Vorwortes Max Planck: „Eine neue, wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht wird.

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Ein Kommentare zu diesem Beitrag. to “Der Königsweg aus der Wirtschaftskrise”

  1. Tanja sagt:

    Ich denke, einen Königsweg gibt es nicht mehr. Dafür stecken wir schon zu tief drin.

    Trotzdem sind das recht interessante Ansätze.

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