Dispositionskredite oft teurer als 10%

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01
Sep

Dispositionskredite oft teurer als 10%

Bankkunden bekommen einen Dispositionskredit eingeräumt, sobald sie volljährig sind und ein regelmäßiges Einkommen haben. Einen gesetzlichen Anspruch hat man darauf nicht, auch bleibt die Höhe dieser Kreditlinie mit freier Verwendungsmöglichkeit oft Verhandlungssache zwischen Kunden und Bank. Eröffnet man ein neues Girokonto bei einer Bank, so ist die eine bereit, gleich einen Dispositionskredit bereitzustellen, eine andere will erst ein paar Gehaltseingänge sehen. Klar ist: Wer viel verdient, der kann auch einen hohen Dispo bekommen, da als Sicherheit für die Bank praktisch nur die laufenden Einnahmen gelten.

Diskussionspunkt beim Dispokredit ist nicht nur dessen Höhe, sondern auch die Zinsen. Diese werden täglich für die in Anspruch genommene Summe berechnet und dem Girokonto meist quartalsweise belastet. Wieviel Zinsen gezahlt werden müssen, hängt aber nicht nur von der Kreditsumme und der Laufzeit ab, sondern auch vom Zinssatz. Laut Finanztest 09/2009 liegt der durchschnittliche Zinssatz bei 11,6 Prozent. FinanzTest analysierte dazu 57 Kreditinstitute. Die Spanne reicht dabei von 6,95% (DAB bank) bis 16,99% (Citibank). Letztere hat wohlgemerkt noch das Kontomodell Citibest im Angebot, bei dem bis 1.000 Euro Kreditsumme 9,74% berechnet werden, ab 1.001 Euro auf die gesamte Summe 11,74%. Die Santander Consumer Bank verlangt ab 1.001 Euro beanspruchter Kreditsumme ebenso fast 17 Prozent (bis 500 Euro: 9,98%, zwischen 500 und 1.000 Euro: 13,98%, über 1.000 Euro: 16,98%).

Zurecht werden sich Verbraucher fragen, warum sie weiterhin hohe Zinssätze über 10% bezahlen sollen, obwohl der EZB Leitzins auf 1 Prozent geschrumpft ist und der 12 Monats-Euribor bei kaum mehr als 1,31% liegt. Eigentlich ist die Antwort recht einfach: Die Banken unterliegen genauso dem Gefüge aus Angebot und Nachfrage. Offenbar ist die Nachfrage weiterhin so hoch, dass sich hohe Zinssätze durchsetzen lassen. Eine Besonderheit hat zudem der Dispokredit: Er muss nicht gesondert angefordert werden, sondern wird permanent zur Verfügung gestellt. Eine Bank weiß also heute nicht, welche ihrer Kunden demnächst einen solchen Kredit und in welcher Höhe beanspruchen werden. Ebenso ist ungewiss, welche Konten schon bald wieder ausgeglichen sind. Mit dieser Planungsunsicherheit geht auch der erhöhte Zinssatz einher.

Mehr Informationen zum Girokonto erhalten Verbraucher unter http://www.kostenlose-girokonten.com/, wo neben Ratgeberseiten auch ein Bankenvergleich mit allen gängigen Gebühren und Zinsen aufgeführt ist, der insbesondere die günstigen Direktbanken berücksichtigt.

Mehr zu diesem Thema hier im Blog





2 Kommentare zu diesem Beitrag. to “Dispositionskredite oft teurer als 10%”

  1. Unbekannt sagt:

    Die Masse der Bevölkerung bedient ihre Lebensversichrung, die vielleicht mit 3-4% p.a. verzinst wird aus dem Dispo heraus – für den sie wie bereits angesprochen zwischen 10% und 17% Zinsen p.a. bezahlen. Dann sollte man sich lieber auf die Suche nach einem günstigen Ratenkredit machen.

  2. Unbekannt sagt:

    Hey, vielen Dank für den Beitrag. Nicht jeglicher Post vermag dermaßen eine gute Qualität anbieten. Was meine Erleben hinsichtlich dieser Kreditinstitute in Bundesrepublik angeht, möchte ich an diesem Ort mal beichten. Es gibt simpel ausgesprochen gewaltige Unterschiede zwischen den Kreditinstitute und den eher alten Direktbanken. Die Güte von Service und Beratung schwankt dementsprechend deutlich spürbar. Wer keinen hohen Wert auf unmittelbaren Kontakt legt, ist meiner Betrachtungsweise nach ganz fein bei den Kreditinstitute aufgehoben.

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