Notenbanken senken den Leitzins

Die Bank of England (BoE) kämpft weiter gegen die drohende Rezession und zieht nun deutlich die Notbremse. Sie senkte den Leitzins um ganze 150 Basispunkte von 4,5 Prozent auf 3,0 Prozent. Experten rechneten mit 0,5 bis maximal 0,75 Prozentpunkten und so sorgte die drastische Erhöhung heute für allgemeine Überraschung. Der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Notenbank (MPC) begründete nach zweitägigen Beratungen den deutlichen Zinsschritt vor allem mit den zurzeit herrschenden, schlechten Wirtschaftsprognosen und der Gefahr, dass das Inflationsziel von 2 Prozent unterschritten werden könnte. Erst Anfang Oktober hatte die BoE ihren Leitzins angesichts der Verschärfung der weltweiten Finanzkrise um 50 Basispunkte reduziert.

Nun reagiert auch die Europäische Zentralbank (EZB) und senkte ihren Leitzins diesen Mittag um 0,5 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent. Die Notenbanken von Japan und der USA hatten bereits in den letzten Tagen ihre Zinsen gesenkt, genauso wie die Schweizer Nationalbank, die ihren Leitzins um 50 Basispunkte auf zwei Prozent senkte. Mit 3,25 Prozent ist der europäische Leitzins nun so niedrig wie zuletzt vor zwei Jahren, liegt aber weit unter dem Niveau in den USA, die mit einem Leitzins von 1,0 Prozent den tiefsten Stand seit über vier Jahren aufweisen.

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